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Durch dick und dünn

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Zum Schabernack im Huckepack

Die süßesten Äpfel geklaut

Und mit der Räuberleiter

Ins verbotene Fenster geschaut

Das Alibi vom Vater der Lüge überführt

Sein Geheimnis nie gelüftet

Als Miesepeter zum Klassenclown gekürt

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Durch dick und dünn

Zusammen gehen

Durch dick und dünn

Alles durchstehen

Durch dick und dünn

Blutsbrüder sein

Wie Dick und Doof

Nie allein

Stan ließ Olli und Olli Stan nie allein

Durch dick und dünn

Dick und Doof

Durch dick und dünn

Durch dick und dünn

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Dick warm verpackt im Anorak

Polarexpeditionen gewagt

Und aus metertiefem Schnee

Haben nur Kapuzen rausgeragt

Ein selbstgebautes Iglo als geheimes Hauptquartier

Und ein verbotenes Feuer

Aus Abendblatt und anderem Zeitungspapier

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Mit Gartenzwerg und Feuerwerk

Die tollsten Knallkörper gebaut

Und aus sicherer Distanz

Der Zündung zugeschaut

So schnell die Beine trugen, aus dem Staub gemacht

Es ging auch mal daneben

Im Peterwagen verhaftet nach Hause gebracht

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Sie waren echte Helden

Haben Väter der Klamotte gespielt

Und jeden Freitagabend

Schwarz-Weiß zu ihren Späßen

Beim Abendbrot geschielt

Die Väter der Klamotte waren freitagabends meine Helden. Stan und Olli. Dick und Doof. Schwarz-Weiß. Slapstick mit komischen Tönen unterlegt. Meine kleine Flucht aus der tristen Ernsthaftigkeit der strengen Erziehung. Nach dem Bad gab es Abendbrot. Der Fernseher lief. Es durfte stibitzt werden. Die beiden waren nicht nur Helden sondern auch Vorbilder. Zusammen durch dick und dünn. Sie stecken in einer Hose. Foto einer kleinen Figur in meinem Arbeitszimmer. Ich liebe sie noch immer. Und je mehr ich sie kennenlerne und über sie lese, begreife ich, dass Stan Laurel und Oliver Harding zwei begnadete, ernsthafte und tiefsinnige Menschen gewesen sind, die vielleicht viel zu sehr auf dick und doof festgelegt worden waren.

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